
Julia
Drei Monate nach dem Umzug ziehe ich mit Julia an der Majakowskaja zusammen. Rosa Vorhänge mit Spitze, ein Gasherd aus den Achtzigern – egal, ich denke, ich habe meine Traumfrau gefunden. Dann kommt ihr Geburtstag, und ich lerne, wie russische Partys funktionieren: Restaurant für tausend Euro, Geschenke für zwei- bis dreihundert. Am Abend denke ich noch, die will ich heiraten. Am nächsten Morgen provoziert sie grundlos einen Streit. Von da an geht es bergab – bis zu dem Satz, der alles sagt: In Russland zahlt ein Mann für seine Frau.






